Markenlexikon

Lukoil

Ursprungsland: Russland

Im November 1991 schlossen sich die drei in West-Sibirien tätigen staatlichen Öl- und Gasgesellschaften LangepasNefteGaz, UraiNefteGaz und KogalymNefteGaz auf Anordnung des russischen Ministeriums für Öl- und Gasindustrie zusammen. Die Anfangsbuchstaben ergaben den Namen LUK, der noch durch das englische Wort »Oil« (Öl) ergänzt wurde.

1993 wandelte man das Unternehmen in eine staatliche Aktiengesellschaft um. Eigentümer war zunächst das 1993 gegründete Staatsunternehmen Rosneft, das damals die gesamte russische Ölindustrie (14 Aktiengesellschaften, 47 regionale Förderunternehmen) treuhänderisch verwaltete. 1994 begann die russische Regierung mit der Privatisierung. Einen Großteil der Aktien erwarb das Management, allen voran der frühere KogalymNeftGaz-Chef Vagit Alekperov (1987 – 1990), der seit 1991 auch an der Spitze von Lukoil stand. Außerdem war Alekperov von 1990 bis 1992 stellvertetener Erdöl- und Gasminister Russlands.

1995 übernahm Lukoil von Rosneft vier weitere Ölproduzenten (PermNeft, NizhnevolzhskNeft, KaliningradmorNefteGaz, AstrakhanNeft). Im gleichen Jahr erwarb der US-Ölkonzern Atlantic Richfield Company (ARCO), der seit 2000 zu BP gehört, acht Prozent der Lukoil-Aktien. 2001 expandierte Lukoil mit der Übernahme des Unternehmens Getty Petroleum (1300 Tankstellen) in die USA (Verkauf 2011).

2004 verkaufte der russische Staat seine verbliebenen Lukoil-Anteile (7,59 Prozent) an den US-Ölkonzern ConocoPhillips. Im gleichen Jahr erwarb Lukoil von ConocoPhillips 795 weitere Tankstellen in New Jersey und Pennsylvania. Seit 2002 ist Lukoil auch an der Londoner Börse notiert. ConocoPhillips hält inzwischen 20 Prozent der Lukoil-Anteile. Das Unternehmen ist der größte Erdölproduzent Russlands und gemessen an seinen Erdölreserven auch der größte private Ölkonzern der Welt.

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