Markenlexikon

Hispavox

Ursprungsland: Spanien

JOSÉ MANUEL VIDAL ZAPATER: Die Plattenfirma Hispavox S.A. (lat. Hispania = Spanien + Vox = Stimme) wurde 1953 von dem Musiker und Songtexter José Manuel Vidal Zapater in Madrid gegründet. Das Label, das die ganze Wertschöpfunsgkette von der Aufnahme bis hin zum Vertrieb abdeckte (Tonstudio, Musikverlag, Vertrieb, Plattenpresswerk, Kassettenduplikationsanlage, Coverdruckerei), veröffentlichte einerseits die Platten von spanischen Künstlern wie Fernando Ubiergo, Jeanette, José Luis Perales, Juan Pardo, Los Payos, Los Pekenikes, Mari Trini, Miguel Ríos, Módulos oder Waldo de los Ríos, anderseits war Hispavox auch Vertriebspartner internationaler Musikkonzerne wie Asylum Records, CBS-Columbia, Elektra Records, Reprise Records, Vogue, Warner Bros. Records und später WEA (Warner Bros./Reprise, Elektra/Asylum, Atlantic), sodass viele Platten dieser Labels in Spanien von Hispavox veröffentlicht wurden.

MIGUEL RIOS, JEANETTE, JUAN PARDO: Außerhalb Spaniens gelang Hispavox einige Charterfolge, u.a. 1970 mit der Pop-Adaption von Beethovens 9. Sinfonie (Miguel Rios – »Song Of Joy«), 1974 mit dem von der spanischen Sängerin Jeanette gesungenen Song »Porque Te Vas«, der erst zwei Jahre später durch die Verwendung in dem Carlos-Saura-Film »Züchte Raben… (Cría cuervos)« europaweit in die Hitparaden kam, und 1980 mit »No Me Hables« von Juan Pardo.

EMI, UNIVERSAL MUSIC GROUP, WARNER MUSIc GROUP: 1985 wurde Hispavox von EMI-Odeon, der spanischen Tochter des britischen EMI-Konzerns übernommen. Infolge des Zusammenschlusses von Universal Music und EMI (2012) kam Hispavox zum EMI-Label Parlophone, das aus kartellrechtlichen Gründen 2013 an die Warner Music Group (Asylum, Atlantic, Elektra, Reprise, Warner Bros. Records, WEA) verkauft werden musste.

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Aktuelle / ehemalige Mutterkonzerne

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