Markenlexikon

Geffen Records

Ursprungsland: USA

DAVID GEFFEN, GEFFEN RECORDS: Nachdem David Lawrence Geffen (* 1943) seine Plattenfirma Asylum Records 1973 an den Medienkonzern Warner Communications (Atlantic Records, Elektra Records, Reprise Records, Warner Bros. Records, WEA) verkauft hatte, blieb er noch bis 1975 Chef von Elektra/Asylum Records, dann wechselte er für ein Jahr als Vice-President in die Führungsetage des Filmstudios Warner Bros. Pictures. Zur gleichen Zeit wurde bei ihm Blasenkrebs diagnostiziert, was sich erst einige Jahre später als Fehldiagnose herausstellte. 1980 kehrte er mit der Gründung der Plattenfirma Geffen Records ins Musikgeschäft zurück. Das notwendige Kapital kam von seinem ehemaligen Arbeitgeber Warner Bros., der auch den Vetrieb der Platten in Nordamerika übernahm, während CBS/Epic bis 1985 für den Rest der Welt zuständig war. Anschließend wechselte der Vertrieb außerhalb Nordamerikas zu WEA.

AEROSMITH, ASIA, DON HENLEY, DONNA SUMMER, ELTON JOHN, ENYA, GUNS N' ROSES, JOHN LENNON, PETER GABRIEL: Geffen Records legte mit Stars wie John Lennon, Donna Summer, Elton John oder dem Ex-Eagles-Mitglied Don Henley einen fulminanten Start hin. Zu den erfolgreichsten Geffen-Platten zählen u.a. »Double Fantasy« (John Lennon, 1980), »The Wanderer« (Donna Summer, 1980), »Jump Up!« (Elton John, 1981, US-Vertrieb), »Asia« (Asia, 1982), »What A Feelin'« (Irene Cara, 1983), »Too Low For Zero« (Elton John, 1983, US-Vertrieb), »Building The Perfect Beast« (Don Henley, 1984), »Ice On Fire« (Elton John, 1985, US-Vertrieb), »So« (Peter Gabriel, 1986, US-Vertrieb), »Rockbird« (Debbie Harry, 1986, US-Vertrieb), »Permanent Vacation« (Aerosmith, 1987), »Whitesnake« (Whitesnake, 1987, US-Vertrieb), »Appetite For Destruction« (Guns N' Roses, 1987), »Kylie« (Kylie Minogue, 1988, US-Vertrieb), »G N' R Lies (Guns N' Roses, 1988)«, »Watermark« (Enya, 1988, US-Vertrieb), »The End Of The Innocence« (Don Henley, 1989), »Heart Of Stone« (Cher, 1989), »Pump« (Aerosmith, 1989) und »Second Coming« (The Stone Roses, 1994).

DGC RECORDS: Das 1990 gegründete Sublabel DGC Records (David Geffen Company) war auf Rockmusik spezialisiert (Beck, Hole, Nirvana, Sonic Youth, Weezer). Zur erfolgreichsten DGC-Platte entwickelte sich »Nevermind« (1991) von Nirvana.

MCA: Nachdem David Geffens Vertrag mit Warner Bros. ausgelaufen war, wurde Geffen Records 1990 an den Film- und Musikkonzern MCA/Universal verkauft. Geffen selbst blieb noch bis 1995 Chef des Labels. 1994 gründete er mit Jeffrey Katzenberg und Steven Spielberg das Filmstudio DreamWorks SKG. Geffen Records übernahm auch den Vertrieb des 1996 gegründeten DreamWorks-Ablegers DreamWorks Records (George Michael, Nelly Furtado, Randy Newman).

UNIVERSAL MUSIC GROUP: 1991 wurde MCA vom japanischen Elektronikkonzern Matsushita Electric (Panasonic) übernommen, der sich jedoch mit der Funktionsweise des amerikanischen Entertainmentgeschäfts nie richtig anfreunden konnte und dementsprechende Verluste produzierte. 1995 verkaufte Matsushita 80 Prozent der MCA-Anteile an den kanadischen Spirituosenkonzern Seagram (Captain Morgan, Chivas Regal, Martell, Mumm, Perrier-Jouët, Sandeman, Seagram's). 1996 benannte sich die MCA Inc. in Universal Studio Inc. um und die MCA Music Entertainment Group (Decca Nashville, Geffen Records, GRP Records, MCA Records) in Universal Music Group. 1998 erwarb Seagram von Philips auch noch die PolyGram-Gruppe (A&M, Barclay, Casablanca, Decca London, Deutsche Grammophon, Def Jam, Fontana, Interscope, Island, Mercury, Metronome, Motown, Philips Classics, Phonogram, Pickwick, Polar, Polydor/PolyStar, RSO, Vanguard, Vertigo, Verve), die daraufhin in die Universal Music Group integriert wurde.

INTERSCOPE GEFFEN A&M LABEL GROUP: 1999 schloss Universal Music die drei Labels Interscope Records, Geffen Records und A&M Records zur Interscope Geffen A&M Label Group zusammen. Den internationalen Vertrieb übernahm nun Polydor Records.

Geffen Records Logo

Aktuelle / ehemalige Mutterkonzerne

Universal Music Group Logo
MCA Logo