Markenlexikon

Gatorade

Ursprungsland: USA

Mehrere Wissenschaftler der University of Florida (Robert Cade, Dana Shires, Alex DeQuesada, Jim Free) entwickelten 1965 ein Getränk, das Hochleistungssportler mit Flüssigkeit sowie zusätzlichen Mineralien und Salzen versorgt, die der Körper bei großen körperlichen Anstrengen in hohen Temperaturen verliert. Getestet wurde das neue Getränk bei mehreren Mitgliedern der universitätseigenen Football-Mannschaft »The Gators«, woraus dann auch der Name Gatorade entstand. Schnell stellte sich heraus, dass die Testpersonen eine wesentlich größere Ausdauer entwickelten, als die anderen Mannschaftsmitglieder. Im Januar 1967 besiegten »The Gators« die Mannschaft »Georgia Tech«. Als ein Sportreporter den gegnerischen Trainer fragte, warum seine Mannschaft verloren habe, antwortete der: »Weil wir kein Gatorade hatten.« Dieses Statement wurde in der landesweit erscheinenden Sportzeitschrift Sports Illustrated abgedruckt. Plötzlich rissen sich die Trainer um das Wundergetränk, das es bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal offiziell zu kaufen gab.

1967 erwarb der Obst- und Gemüseverarbeiter Stokely-Van Camp aus Indianapolis die Herstellungsrechte und brachte Gatorade ein Jahr später in den Handel. Kurz darauf belieferte die Firma alle Mannschaften der National Football League (NFL) mit Gatorade, was einer Lizenz zum Gelddrucken gleichkam. 1983 wurde Stokely Van Camp von dem Nahrungsmittelkonzern Quaker Oats Company übernommen. Kurz darauf brachte Quaker Oats Gatorade in Kanada (1984), Europa (1987) und Südamerika (1988) auf den Markt. 2000 kam es zum Zusammenschluss von PepsiCo und Quaker Oats, sodass Stokely-Van Camp und die Marke Gatorade nun zum PepsiCo-Konzerrn gehört. In Anlehnung an Gatorade brachte die Coca-Cola Company 1990 mit Powerade ein ähnliches Getränk auf den Markt.

Text: Toralf Czartowski