Markenlexikon

Englebert

Ursprungsland: Belgien

Der Offizier Oscar Englebert (1837 – 1912) gründete 1868 in Lüttich eine Firma, die zunächst allerlei Kautschukartikel herstellte. 1898 begann das Unternehmen mit der Fertigung von Reifen für Fahrräder und Automobile. 1929 und 1935 entstanden zwei weitere Werke in Deutschland (Aachen) und Frankreich (Clairoix-lez-Compiègne). Von 1950 bis 1958 gehörte die Société du Pneu Englebert neben Pirelli, Firestone und Dunlop zu den Reifenausrüstern der Formel-1-Weltmeisterschaft. Ferrari konnte sich in dieser Zeit mit den Englebert-Reifen zwei WM-Tietel sichern (1956 Juan Manuel Fangio, 1958 Mike Hawthorn). 1958 wurde Englebert von dem US-Reifenkonzern U.S. Rubber Company übernommen, der sich 1961 nach seiner bekanntesten Reifenmarke U.S. Royal (United States Royal) in Uniroyal Inc. umbenannte. Die Marke Englebert wurde 1968 aufgegeben, später aber zeitweise in den USA reanmimiert. 1979 verkaufte Uniroyal die europäischen Tochtergesellschaften in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg an die deutsche Continental AG. Das 1986 gegründete Jointventure Uniroyal-Goodrich Tire Company, das zur Hälfte der BFGoodrich Company gehörte, ging 1989/1990 in den Besitz von Michelin über. Die Marke Uniroyal gehört heute Michelin (Nordamerika) und Continental (Europa).

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