Markenlexikon

Coventry Climax

Ursprungsland: Großbritannien

Der Elektroingenieur Henry Pelham Lee (1877 – 1953), der zuvor bei der Daimler Motor Company gearbeitet hatte, und der Däne Jens Stroyer gründeten 1903 in Coventry die Firma Lee-Stroyer, die sich auf die Herstellung von Verbrennungsmotoren spezialisierte. Stroyer verließ das Unternehmen schon 1905 wieder, sodass Lee unter dem Firmennamen Coventry Simpex alleine weitermachte. Ab 1917 nannte sich das Unternehmen Coventry Climax. Eine ganze Reihe von Autoherstellen nutzte damals die Motoren der Firma, u.a. Abbey, A.J.S., Albatros, Ashton-Evans, Aston-Martin, Bayliss-Thomas, Clyno, Crossley Brothers, Crouch, G.W.K., Marendaz, Marseel/Marseal, Morgan, Standard, Swift, Triumph und Vale. Ab den 1930er Jahren produziert Coventry Climax auch Stromgeneratoren und Feuerwehrpumpen, in den 1940er Jahre kamen Dieselmotoren und Gabelstapler hinzu. Der ET199 war 1946 der erste in Großbritannien hergestellte Gabelstapler.

In den 1950er und 1960er Jahren entwickelte Coventry Climax auch Rennmotoren, die von mehreren Rennställen eingesetzt wurden. Der australische Rennfahrer Jack Brabham wurde mit dem Cooper-Climax 1959 und 1960 Formel-1-Weltmeister, Jim Clark 1963 und 1965 mit dem Lotus-Climax. Weitere erfolgreiche Rennfahrer, die die Motoren von Coventry Climax nutzten, waren Bruce McLaren und Stirling Moss.

1963 wurde Coventry Climax von Jaguar Cars übernommen. Aus dem Zusammenschluss der British Motor Corporation (BMC; Austin, MG, Morris, Riley, Wolseley) und Jaguar Cars entstand 1966 die British Motor Holdings (BMH). Zu dieser Zeit beendete die Firma ihr Engagement im Motorsport. Coventry Climax bestand innerhalb des BMH-Konzerns und ab 1968 des British-Leyland-Konzerns weiter. Im Vordergrund standen nun allerdings Dieselmotoren, Gabelstapler und Feuerwehrpumpen.

Den Bereich Feuerwehrpumpen verkaufte British Leyland 1971 an Leonard Lee, den Sohn des Gründers (daraus entstand das Unternehmen Godiva Fire Pumps). Die Gabelstaplersparte erwarb 1982 Sir Emmanuel Kaye. Der führte das Unternehmen als Coventry Climax weiter (später wurde es von Kalmar Industries aus Schweden übernommen). Die Motorensparte von Coventry Climax gehörte ab 1978 zu BL Commercial Vehicles (BLCV). Der British-Leyland-Konzern (seit 1975 BL Limited) wurde 1986 in Austin-Rover, Leyland Vehicles und Jaguar Cars aufgeteilt.

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