Markenlexikon

Barum

Tschechien

Der damals weltgrößte Schuhersteller Bata aus der tschechischen Stadt Zlín begann Anfang der 1930er Jahre mit der Reifenherstellung – zunächst nur für die eigene Transportflotte. Aufgrund der instabilen politischen Lage in Europa ging Tomáš Jan Baťa (1914 – 2008; später nannte er sich Thomas J. Bata), der Sohn des Gründers, 1939 nach Toronto (Kanada), wo er anschließend eine neue Landesgesellschaft aufbaute. Sein Halbbruder Jan Antonín Baťa (1898 – 1965), der das tschechische Unternehmen leitete, emigrierte in die USA und später nach Brasilien. 1945 wurde der tschechoslowakische Teil des Bata-Konzerns verstaatlicht und in Svit (Slovenské vizkózové továrne) umbenannt. Die Reifenaktivitäten firmierten nun als Barum (Zusammenschluss der Gummihersteller BAta, RUbena und Mitas). 1966 kam ein weiterer Produktionsort in Otrokovice hinzu. Barum produzierte als einziger tschechoslowakischer Hersteller alle Arten von Reifen (u.a. für Pkw, Lkw, Gabelstapler, Traktoren) und war dadurch auch Erstausstatter von Škoda und Tatra. 1993 wurde das Unternehmen vom deutschen Reifenkonzern Continental AG übernommen und in Continental Barum s.r.o. (ab 2012 Barum s.r.o.) umbenannt. Barum produziert im Werk Otrokovice Reifen der Marken Barum, Continental und Uniroyal, außerdem Bremsbeläge, -scheiben, -schläuche und -leitungen. Barum-Reifen kommen jedoch auch aus anderen europäischen Continental-Werken.

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